Strand „Miami Beach“ in Oistins

Wer Urlaub auf Barbados macht, wird schnell an Postermotive denken, die einen weißen Karibikstrand zeigen und scheinbar so gestellt wirken, als wären sie ein Resultat guter Photoshop-Arbeit. Doch dem ist nicht so. Barbados ist auf einem Kalksteinplateau entstanden, dem die Insel ihre weißen, feinen Sandstrände verdankt, die von Kokospalmen und einem herrlich hellblauen Meer ergänzt werden. Ein ganzjähriges warmes Tropenklima sorgt dafür, dass ein Barbados Urlaub zu jeder Jahreszeit möglich ist.

Aufgrund des einmaligen Anblickes der Strände wird Barbados gerne und häufig für Foto-Shootings genutzt und ist auf zahlreichen Karibik-Postkarten wiederzufinden. Noch ist Barbados eher ein Geheimtipp, wenn es um einen Karibik Urlaub liegt. Während die meisten Deutschen 2019 in die Dominikanische Republik reisen, ist das Besucheraufkommen auf Barbados im Vergleich dazu eher überschaubar. Vor allem Kreuzfahrt-Touristen statten der Insel einen kurzen Besuch ab, wenn sie auf ihren gigantischen Hochseeschiffen den Hafen der Hauptstadt Bridgetown ansteuern. Die Schiffe verharren hier jedoch selten länger als einen halben Tag, sodass man an anderen Orten der Insel oftmals nahezu leere, ruhig gelegene Traumstrände vorfindet, an die sich allenfalls ein paar Einheimische verirren.

Ist ein Barbados Urlaub teuer?

Barbados ist aufgrund seiner Schönheit und seiner exklusiven Hotels und Ressorts ein Reiseziel für den gehobenen Anspruch. Aufgrund der mittlerweile günstigen Flüge von Deutschland aus ist die Reise nach Barbados allerdings nicht mehr so teuer wie noch vor ein paar Jahren. Dennoch: die Hotels, Ressorts und Ferienhäuser auf Barbados liegen auf einem höheren Preisniveau wie beispielsweise in der Dominikanischen Republik. Günstiger wird es in Apartments oder kleinen Ferienanlagen, die nicht direkt am Strand liegen. Wer etwas mehr Zeit in die Unterkunftsrecherche investiert, kann gleich einige hundert Euro sparen. Auch für die Einkäufe in den Supermärkten muss man mit höheren Ausgaben rechnen als in Deutschland. Doch auch hier gilt: wer primär heimische Produkte kauft, kann sich günstig selbst versorgen.

Ist Barbados sicher?

Barbados ist im Vergleich zu anderen Karibik-Staaten sicher. Die Arbeitslosigkeit befindet sich auf einem niedrigen Niveau, auch weil die Wirtschaftslage auf der Insel gut ist. Barbados beweist Stärke im Export, da Güter wie Zuckerrohr gefragt sind. Dementsprechend ist auch die Kriminalitätsrate nicht besorgniserregend. Dennoch gibt es einzelne Stadtbezirke von Bridgetown und anderen Städten, die man als Tourist meiden sollte. Auch sollte man darauf achten, keine hohen Bargeldbeträge oder Wertgegenstände sichtbar zu tragen. Wir haben Barbados bereits bereist und können sagen, dass wir uns auf der Insel sicher gefühlt haben, auch wenn wir nachts unterwegs waren. Weitere Informationen zur aktuellen Sicherheitslage finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Unsere eigenen Erfahrungen auf Barbados

Wir waren im Januar und Februar 2014 für 2 Wochen auf Barbados und haben die Insel vom ersten Tag an geliebt. Woran das liegt? Ganz unterschiedlich.

St. Nicholas Abbey auf Barbados

Zum einen waren es die Menschen auf Barbados, die unseren Urlaub zu etwas Besonderem gemacht haben. Offenheit und Herzlichkeit findet man in vielen Teilen der Welt, doch auf Barbados war das gefühlt noch etwas mehr als anderswo. Eines von vielen Beispielen: wir haben auf Barbados alles auf eigene Faust erkundet und haben die öffentlichen Busse benutzt. Am Busbahnhof in Bridgetown sind wir etwas orientierungslos umhergelaufen, bis schnell ein Einheimischer auf uns zukam und uns den richtigen Bussteig zeigte. Dem Fahrer unseres Busses teilte er mit, was unser Endziel sein sollte, was auch der eine oder andere Fahrgast mitbekam. Kaum waren wir nach einer einstündigen Fahrt an dem Ort, an dem wir umsteigen mussten, machten uns sowohl der Fahrer, als auch einige andere Fahrgäste freundlich darauf aufmerksam, dass wir nun aussteigen und mit einem anderen Bus weiterfahren müssen. Der Fahrer hielt so lange, bis er sich sicher war, dass wir uns an die korrekte Haltestelle gesetzt haben. Am selben Tag besuchten wir die wunderschöne St. Nicholas Abbey, wo wir eine Führung mitmachten und den ausgezeichneten Rum probieren durften. Der Besitzer erzählte uns nicht nur viel über den Rum und Barbados, sondern fuhr uns auch nach Schließung des Anwesens in die nächstgrößere Stadt, damit wir von dort aus den Bus nach Bridgetown nehmen und dadurch viel Zeit sparen konnten. Unterwegs zeigte er uns noch einen tollen Aussichtspunkt und eine historische Windmühle in der Nähe.

Zum anderen beeindruckte uns die Vielfalt auf Barbados. Im Osten und Südosten wartet ein raues Klima mit viel Wind und teils starken Wellen. Daher sind diese Regionen vor allem bei Surfern beliebt. Entlang der Süd- und Westküste hingegen warten traumhafte Karibik-Strände mit klarem, ruhigem Wasser. Hier sind auch die meisten Hotels zu finden. Der Osten und auch das Landesinnere sind noch sehr unberührt und wenig touristisch. Es lohnt sich daher, beide Seiten von Barbados zu bereisen. Da die Insel nicht sehr groß ist, erreicht man jeden Punkt der Insel binnen weniger Stunden.